Über Hanf

I don’t know if hemp is going to save the world but it´s the only thing that can. – (Jack Herer – Cannabis Rights Activist)

Hanf – eine der ältesten Heilpflanzen unserer Erde

Seit Jahrtausenden wird das Gewächs mit seinen fingerartig gefiederten Blättern wegen seiner wertvollen Pflanzenteile angebaut. Mittlerweile konnten exakt 489 wesentliche Bestandteile in der Hanfpflanze bestimmt werden.

Als Heilpflanze wird Hanf seit einigen Jahrtausenden erfolgreich angewendet. Die Blüten und Blätter dienen in der Volksmedizin als Heilmittel gegen allerlei Krankheiten und Beschwerden. In einem chinesischen Text ca. 300 v. Chr.) wird beschrieben, wie Hanf als Heilmittel gegen Malaria, Rheuma und vielen anderen Krankheiten eingesetzt werden kann.

 Die Blüten können ebenso als Grundlage für die Destillation ätherischer Öle verwendet werden, beispielsweise für die Aromatherapie oder für die Herstellung von Parfüm und Kosmetika.

Neben Terpenen (Duftstoffe), Flavonoiden und anderen Pflanzenstoffen, erfreuen sich die Phytocannabinoide eines besonders hohen Interesses, wovon 144 in der Hanfpflanze nachgewiesen wurden. Der einzig psychoaktive bzw. berauschende Bestandteil von Cannabis ist Delta-9-Tetrahydrocannabinol kurz genannt: THC

 

Hanf – als Rohstoff unschlagbar

Auch unserer Umwelt gegenüber bietet die Kultur- und Nutzpflanze unschlagbar viele Vorteile. Das eher unscheinbare Erscheinungsbild dieser wertvollen, leider immer noch oft unterschätzten, Kulturpflanze lässt vielleicht manche nicht vermuten, wie viel Potential in ihr steckt. Quasi ein Naturtalent im wahrsten Sinne des Wortes, unser Liebling unter den Rohstoffen. Als nachhaltigen Roh- oder Baustoff trägt Hanf dazu bei, die CO2-Emissionen zu verringern. Hanf wächst wunderbar auf nahezu jedem Boden und kommt mit einem Bruchteil an Bewässerung aus, verglichen z.B. mit Baumwolle (1/20).

‚Ein Rohstoff, von dem alles – von den Samen über die Blüten bis zu den Blättern – genutzt werden kann, ganz ohne Verschwendung. 

Er lässt sich unter geringem Energieaufwand bearbeiten und ist biologisch abbaubar. Resistent gegen Schädlinge und Pilzbefall kann beim sorgfältig professionellen Anbau und auch bei der Herstellung von Produkten auf chemische Herbizide oder Pestizide verzichtet werden. Zu guter Letzt ist Hanf wahrscheinlich die einzige jährliche Erneuerungsressource der Natur, die imstande ist, den Großteil der bedürftigen Mengen Papier und Textilien bereitzustellen und somit der voranschreitenden Entwaldung Einhalt zu gebieten. 

Die berühmte Gutenberg-Bibel wurde im Jahr 1455 ebenso auf Hanfpapier gedruckt wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776.
Der ausgewanderte Bayer Levis Strauss produzierte 1870 in Amerika die erste Jeans aus Hanf, die ein Gewicht von ca. 15 kg hatte.

 

Hanf – so vielseitig wie kaum eine andere Pflanze

Aus den Fasern werden Stoffe, Segel, Seile und Papier hergestellt und aus den Samen kann Speiseöl mit einem hohen Gehalt an wertvollen Fettsäuren und Proteinen gepresst werden. Vielerorts nannte man Hanf „das Kraut der Armen“, da bereits eine kleine Menge an Samen ausreichte, um den Körper mit vielen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Die Legende sagt, dass Buddha während seiner Fastenzeit jeden Tag einen Hanf-Samen zu sich genommen hat.

 

Selbst die Überreste der Verarbeitung finden noch Verwendung – die Presskuchen (ausgepresste Hanfmaische) als Lebensmittel und die Schäben als Einstreu für Pferde und Kleintiere. Dazu kommt, dass die überaus widerstandskräftigen Fasern als Baumaterialien (Isolation, Mörtel, «Hempcrete») oder als natürlicher, umweltfreundlicher Ersatz für Hartplastik verwendet werden können.

 

Die Hanfpflanze ist deshalb weniger ein Trend, sondern viel mehr die Wiederentdeckung einer altbewährten Heil- und Kulturpflanze.

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